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Was haben Vorstände, Spekulanten und Aktienbesitzer gemeinsam?

Genau: Völlig Wurscht, wie viel ich arbeite, Hauptsache, die Bilanzen stimmen. Wichtig ist, dass mein Geld arbeitet!

Ein Blick auf die Zahlen:

  • 0,28 EURO pro Aktie: Aus gut informierten Kreisen wurde bekannt / „Investor Relations“ verkündet die Frohbotschaft, dass (in der Aufsichtsratssitzung vom 03.03.22) ein Dividendenvorschlag in der Höhe von 0,28 Euro/Aktie für das Geschäftsjahr 2021 eingebracht wurde. (Schließlich war 2021 ein „goldenes Jahr“!)
  • + 12%: so groß wäre die Erhöhung gegenüber der Auszahlung 2021 (für 2020), da wurden „nur“ 0,25 EURO/Aktie beschlossen.
  • + 20.000.000 EURO: das wäre die Gewinnerhöhung (für die Aktionäre) in Summe, ca. 186 Millionen statt 166 Millionen!

Fällt was auf?

  • Ja, schon!
  • Wir, die wir 2021 diese Umsätze erarbeitet, diese Gewinne erwirtschaftet haben, sind – nach dramatischen Verhandlungen (inklusive Betriebsversammlungs- und Streikankündigungen!!), mit einer Lohnerhöhung von €130.- abgespeist worden. OBWOHL wir darauf hingewiesen haben, dass allein die Inflation bei 4 % lag …und immer weiter wächst auf mittlerweile 5,9%!! (im Februar 2022)

Fazit:

  • Nicht die, die den Hauptteil des Gewinnes erarbeitet haben, werden belohnt sondern die, bei denen einfach Geld zu Geld kommt.
  • Wenn es darum geht den Kuchen gerechter aufzuteilen, sind alle taub und stumm – Politik, Unternehmen,………
  • Einen wirklich sichtbaren Willen, Gewinne gerecht zu verteilen, sehe ich nicht!

Vorschlag:

Um die Inflation (derzeit 5,9% – Tendenz steigend) abzufedern, könnte ja ein Teil (z.B. ein Viertel) der vorgesehenen 20.000.000 Euro Dividendenerhöhung dazu aufgewendet werden, die Differenz zur (das Loch in den Taschen der einfachen Mitarbeiter) tatsächlichen Teuerung 2022 abzugelten.

Als Erfolgs-und Gewinnbeteiligung, für die Hackler, diejenigen, die die Gewinne tatsächlich erwirtschaften.

Wär‘ doch fair…… oder?

Ich bleib dran,

Herzlichst Martin

PS: Und trotzdem gibt es einen positiven Lichtblick:

unsere Personalvertreter haben gegen die Dividendenerhöhung im Aufsichtsrat gestimmt – EINSTIMMIG!!

2021 – ein GOLDENES Jahr!

Die Kennzahlen 2021 sind da. Leistung, Umsatz, Gewinn – alles stimmt!

Wer profitiert?

Da sind sich Unternehmensleitung und ZA einig: 2021 war ein „goldenes“ Jahr!

Ob A1-Aussendungen oder ZA-Jahresbilanz, in leuchtenden Farben werden die Leistungen, die Erfolge, das Erreichte beschrieben…. und auf das eigene Revers geheftet.

Alle sind glücklich – die Mexikaner, die Vorstände, die Führungskräfte und die Aktionäre, Dividenden, Prämien, Boni und nochmals Dividenden versüßen ihr Leben!

Mitnaschen macht glücklich!

Wer bleibt auf der Strecke? Erraten – Ihr, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Ihr habt zwar das größte Stück vom Erfolgskuchen erwirtschaftet, außer einer neuen A1-Jacke gibt’s offensichtlich nichts von den o.a. Glücklichmachern!

Wem bis jetzt noch nicht der Kragen geplatzt ist, lese bitte weiter:

  • Seit Jahrengibt es keinen Reallohnzuwachs.
  • Trotz jahrelanger Forderungen gibt es kein automatisches Vorrückungssystemfür Angestellte.
  • Dafür gibt‘s weniger Mitarbeiter, schlechtere Postenbewertungen, bei gleichzeitig ständiger Anhebung der Qualifikationsanforderungen, mit einem Wort: STRESS, STRESS, STRESS!!!
  • So weit, so schlecht

Und wem fällt beim „Goldenen Jahr“ denn nicht unser Frankie-Boy Stronach ein, mit seiner unübertroffenen Managerweisheit „Wer das Gold hat, macht die Regeln!“

Das gilt auch bei A1, offenbar für ALLE Player. Nur so ist es zu erklären, warum die Dinge so laufen und nicht anders – SEIT JAHREN!!!

Seit Jahren wird umstrukturiert, seit Jahren geben sich die Berater die Klinke in die Hand – einzige Konsequenz: es wird an der Einsparungs- und Leistungsschraube gedreht, vorwärts, versteht sich!

Seit Jahren werden wir „von der Basis“ mit Berater-Geschwafel betäubt, das irgendeine Compliance, Corporate Identity und NATÜRLICH Spirit vortäuschen soll.

Dass sich angesichts dessen unsere obersten Personalvertreter verlässlich Jahr für Jahr „der guten Zusammenarbeit mit dem Management“ (O-Ton W.Luksch) rühmen, ist zumindest EIN TEIL der möglichen Erklärungen, warum die Situation bei A1 so ist wie sie ist.

Was also tun, fragt sich Euer Personalvertreter, hier an der Basis, in unserer A1-Region OÖ

  • Zuerst einmal die offenkundigen und lächerlichen Verdrehungen und Beschönigungen der Mehrheitsfraktion AUFDECKEN:
  • Wer laufend sagt „Da KANN ma hoit nix mocha“, kommt in den (nicht unbegründeten) Verdacht „Da WÜLL ma nix mocha“ zu meinen.
  • Wer lauthals hinaustrompetet, er werde „Nearshoring…verhindern“ muss auch ernsthaft dafür kämpfen!
  • Sonst hat er  ein Identitätsproblem (wie will er die Arbeitnehmer vertreten, wenn er auf derselben Seite des Tisches neben dem Arbeitgeber sitzt?)
  • Die sog. „Arbeitsgruppe“ Erfolgs- und Gewinnbeteiligung muss nach 4 Jahren ENDLICH IHRE ARBEIT AUFNEHMEN, wenn sie nicht die Form eines Feigenblattes annehmen will!

Keine Ausreden, VERHANDELN + ARGUMENTIEREN + VORBEREITEN!!

  • VERHANDELN: freiwillig gibt keiner was her, auch der Mexikaner, die Aktionäre, die Vorstände + Führungskräfte nicht.
  • ARGUMENTIEREN: Wer operativ nahezu 100% des Umsatzes erwirtschaftet, sollte auch am Gewinn beteiligt sein, und nicht nur an den A1-Jacken…
  • VORBEREITEN: Betriebsversammlungen etc. müssen vorbereitet werden, damit sie glaubhaft wirken – die KV-Verhandlungen 2021 als Vorbild!
  • VerhandlungsZIEL:  2% des Gewinnes müssen an Euch ausbezahlt werden (international übrigens durchaus Standard) GLEICHZEITIG mit der Dividende an die Aktionäre.

Besser früher als später!

Ich bleibe dran, und keine Angst – ich lass mir den Mund nicht verbieten!

Herzlichst

Martin

Darf’s ein bisserl weniger sein?

Nennen wir die Dinge beim Namen: die derzeitige Situation ist ein Witz!

Statt den laufenden Verbesserungen, die uns das Management versprochen hat – Stichwort „Jetzt wir!“ – kommt eine Schlechterstellung nach der anderen.

Gemeint ist wohl „Jetzt sind wir dran“, allerdings als Opfer.

Umgesetzt wird das alles in der allseits bekannten „Salami-Taktik“, also in homöopathischen Dosen, von denen die Betroffenen wenig, und das nur verzögert spüren sollen.

Die Fakten

>> Auch heuer gibt’s fette Unternehmensgewinne!
>> Dividende für Aktionäre + Prämien für die Manager!
>> Unsere Gehaltsabschlüsse? Unter der wirklichen Inflation!
>> Aus der Held*innen-Prämie wurde ein lausiger Hunderter…. von TK Sozial!
>> NEU: NEARSHORING (statt Outsourcing): Die Verlagerung von Arbeit ins nahe Ausland, aber innerhalb des Konzerns, zB nach Bulgarien.
>> Pensionierungswelle kommt! Gegenmaßnahmen – keine!
>> Es droht Kompetenz- und Know-How-Abfluss! Wie soll der aufgefangen werden? Durch Bulgaren?

Das kann und will ich so nicht hinnehmen!

Meine Forderungen an das Management der A1 Telekom Austria:

ein Gehaltsabschluss MINDESTENS in Höhe der (zu erwartenden) Inflation: 3,5 – 4%!
eine Aufstockung der Corona-Prämie – die Krise ist noch nicht vorbei!
INFORMATION (rechtzeitig!), TRANSPARENZ und OFFENE DISKUSSION über die Nearshoring-Pläne!
Diskussion, wie Kompetenz und Know-How IN ÖSTERREICH gehalten werden sollen!

 

Eine Warnung: „Da kann man halt nix machen“, ist zu wenig!

 

Und eine Einladung an die anderen Faktionen:

 

„Zeit, auf den Tisch zu hauen und über Kampfmaßnahmen nachzudenken!“

 

Herzlichst Martin

Martin Grojer